Südpazifik: Neukaledonien

Selten und von bester Qualität

Historie des Kaffeeanbaus in Neukaledonien

Die zu Frankreich gehörige Inselgruppe Neukaledonien liegt vor der australischen Küste im südlichen Pazifik. Besonders bevölkerungsreich ist der Inselstaat nicht, hier leben auf einer Fläche von 19.060 km² nur rund 250.000 Menschen. Erwähnenswert ist noch das Neukaledonische Barrier Reef, das zweitgrößte Korallenriff der Welt. Es schmiegt sich um die Hauptinsel Grande Terre herum.

Neukaledonien ist als Kaffee-Anbauland nicht unbedingt bekannt, obwohl er hier bereits seit 1860 produziert wird. Erstmals brachten Mönche des Maristen-Schulbrüder Ordens den Kaffe von der Insel La Réunion nach Neukaledonien. Die von dort stammenden Sorten sind selten, einzigartig und erfreuen sich bei prominenten Kaffeetrinkern großer Beliebtheit: Sir Winston Churchill, Jacques Chirac und Honore de Balzac sind nur einige davon.

Der Kaffee Neukaledoniens ist einer der Teuersten der Welt. Nicht nur weil er so rar und von bester Qualität ist, sondern weil die Produktionskosten durch die Zugehörigkeit zu Frankreich und die damit höheren Lohnkosten im Vergleich zu anderen Kaffeeländern, den Preis mitbestimmen.

Neukaledonien
Neukaledonien

Seidiger Geschmack mit Aprikosen-Noten

Der in Neukaledonien produzierte Kaffe zeichnet sich durch seine hohe Tassengüte und einen natürlich niedrigen Koffeingehalt von gerade 0,6% aus. Im Vergleich: Die meisten Arabica Sorten enthalten doppelt so viel Koffein. Er ist charakterisiert durch Untertöne von Nüssen und Aprikosen, verfügt über einen sehr gut abgerundeten, seidigen Geschmack mit gleichmäßiger Fülle und Säure sowie Anzeichen von Kakao und Karamell. Diesen Geschmack entfaltet er allerdings nur, wenn die Bohnen schwach geröstet werden.

Kaffee aus Neukaledonien in Stichworten

Kaffeetyp: Robusta
Erntevolumen 1987: 40.000 Tonnen
Hauptabnehmer: Frankreich

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