Südpazifik: Papua-Neuguinea
Beste Kaffee-Qualität aus dem Pazifik

Historie des Kaffeeanbaus in Papua-Neuguinea
Papua-Neuguinea ist mit rund 600 Inseln im Pazifik der drittgrößte Inselstaat der Welt. Etwa 80 Prozent der Landesfläche werden von der Insel Neuguinea eingenommen, die von einem etwa 200 Kilometer breiten, verästelten Gebirge dominiert wird, das von steilen Tälern und schwer zugänglichen Ebenen geprägt ist.
Diese landschaftliche Vielfalt ist es, die den Kaffeeanbau begünstigt. Produziert wird der Kaffee hier zu 75 Prozent auf kleinen Kaffee-Plantagen im Hochland, die meist nicht mehr als 60 Kaffeebäume fassen. Die Pflege der Plantagen ist schwierig, das unwegige Gelände macht den Einsatz von Landmaschinen unmöglich. Das bedeutet, der Kaffee wird in den familiengeführten Plantagen komplett von Hand verarbeitet.
Für den Kaffeeanbau entdeckt wurde Papua-Neuguinea erst relativ spät. Erste Versuche, den Kaffee dort zu kultivieren, gab es Ende des 19. Jahrhunderts. Zwanzig Jahre später gelang es, Blue Mountain-Kaffeesamen aus Jamaika nach Papua-Neuguinea zu schmuggeln, die dort mit viel Erfolg angepflanzt wurden. Heute ist Kaffee eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter Papua-Neuguineas. Nicht zuletzt trug dazu auch der Frost bei, der 1975 einen Großteil der brasilianischen Kaffeeernte vernichtete.
Kräftig-würzig und leicht erdig im Geschmack
Der Kaffee, der in Papua-Neuguinea produziert wird, lässt seine direkte Verwandtschaft zu dem berühmten Jamaica Blue Mountain Kaffee eindeutig erkennen. Schließlich wächst hier genau die gleiche Arabica-Sorte wie auf dem berühmten Blauen Berg. Zahlreiche Experten vertreten sogar die Meinung, dass der Kaffee aus Papua-Neuguinea dank der besseren klimatischen Verhältnisse sogar noch schmackhafter ist.
Papua-Neuguinea Kaffees haben oft eine leicht erdige Note. Sie verfügen über einen gehaltvollen Körper, enthalten Spuren von Moos und Laub und schmecken teilweise leicht rauchig. Das verleiht ihnen ihren kräftig-würzigen und unvergleichlichen Charakter.
Kaffee aus Papua-Neuguinea in Stichworten
Kaffeetyp: Arabica und Robusta
Hauptblüte: August bis September
Haupternte: April bis August
Verschiffung: von Juni bis November
Häfen: Lae, Medang, Wewak
Erntevolumen 2007/2008: 1,2 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer:
Deutschland, Australien, Japan, Südkorea, USA, Großbritannien
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten und Region.
Ernteprozess: gepflückt wird von Hand.
Aufbereitung: Nassaufbereitung
Fermentation: für die besten Güteklassen wird der Kaffee drei Mal 24 Stunden lang getrocknet und dazwischen alle 24 Stunden gewaschen
Trocknung: sonnengetrocknet
Sortierung: elektronisch, im Falle der höheren Güteklassen wird von Hand nachsortiert

















