Kaffee aus Vietnam

In kürzester Zeit zum zweitgrößten Kaffeeproduzenten der Welt

Kaffeeanbau in Vietnam
Vietnam

Ein erfolgreiches Weltbank Projekt

Auch wenn Vietnam in Bezug auf seine Fläche wesentlicher kleiner ist als der Kaffee-Gigant Brasilien, so schließt es dennoch in Sachen Kaffeeproduktion immer mehr zu seinem größten Konkurrenten auf. Der lang gestreckte Küstenstaat in Südostasien entspricht flächenmäßig in etwa Deutschland, und verfügt nicht nur über eine abwechslungsreiche Landschaft mit faszinierenden Gebirgslandschaften und tropischen Regenwäldern, auch eine beeindruckende Artenvielfalt herrscht hier vor.

Ursprünglich von französischen Missionaren nach Vietnam gebracht, wird Kaffee dort bereits seit mehr als hundert Jahren kultiviert. Dennoch entdeckte man erst um 1980, welches wirtschaftliche Potential der Kaffeeanbau birgt. Auf Grund der Kaffeekrise begann zudem die Weltbank, den Kaffeeanbau in Vietnam zu fördern. Das Land sollte mit den Erlösen aus dem Export seine Auslandschulden tilgen. Binnen kürzester Zeit stieg Vietnam, zuvor unbedeutend auf dem weltweiten Kaffeemarkt, zum zweitgrößten Produzenten hinter Brasilien auf.

Die ersten Kaffeepflanzen, die nach Vietnam gebracht wurden, waren Arabicas, doch heute werden in erster Linie Robustas produziert. Zu 96 Prozent stammt dieser Kaffee von kleinen Farmen, nur ein kleiner Teil wird auf staatlichen Kaffeeplantagen angebaut.

Bahia de Halong
Bahia de Halong

Durchwachsene Qualitäten

Der in Vietnam angebaute Kaffee kann sich durch seinen ausgewogenen und harmonischen Geschmack auszeichnen. Leider trifft das nur auf einen kleinen Teil der Ernte zu. Der große Rest ist von eher durchschnittlicher Qualität und wird - nicht zuletzt wegen der günstigen Preise für vietnamesischen Kaffee - gerne als 'Füller' benutzt. Er ist auch nichts für schwache Nerven - schließlich enthält Robusta von Natur aus recht viel Koffein.

Die guten Qualitäten hingegen verwöhnen den Gaumen mit Nuancen von Kakao und leicht nussigen Aromen. Auch wer eine schokoladige Note schätzt, kann bei vietnamesischem Kaffee auf seine Kosten kommen.

Kaffee aus Vietnam in Stichworten

Kaffeetyp: hauptsächlich Robusta

Hauptblüte: November bis Februar
Haupternte: September bis März
Verschiffung
: November bis September
Häfen: Nha Trang, Haiphong, Ho-Chi-Minh-Stadt

Erntevolumen 2008/2009: 19,7 Mio. Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer: Deutschland, USA, Spanien, Italien, Japan, Indonesien, Großbritannien, Süd-Korea, Philippinen, Belgien, Polen und die Niederlande.

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten und der Siebgröße.

Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand.
Aufbereitung: Trockenaufbereitung
Fermentation: nur bei Nassaufbereitung
Trocknung: sonnengetrocknet
Sortierung: manuell

Robusta aus Vietnam, roh
Robusta aus Vietnam, roh
Robusta aus Vietnam, geröstet
Robusta aus Vietnam, geröstet
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