Afrika: Sambia

Hieß bis zur Unabhängigkeit 1964 Nordrhodesien

Karte von Sambia
Sambia

Das Land der Wasserfälle

Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, der an insgesamt sieben andere afrikanische Staaten grenzt. Der Name leitet sich vom Fluss Sambesi ab, der die Südgrenze des Landes bildet. Sambia besteht zum größten Teil aus Hochebenen, die Höhen zwischen 1.000 und 1.400 Metern erreichen. Dank dieser geografischen Voraussetzungen gibt es hier besonders viele Wasserfälle, mit den Viktoriafällen an der Grenze zu Simbabwe sogar den breitesten Wasserfall der Erde. Doch nicht nur dieses Naturschauspiel ist auf die geografischen Gegebenheiten in Sambia zurückzuführen: Die Hochplateaus bedingen auch das milde tropische Klima mit gemäßigten Temperaturen, das ideal für den Anbau von qualitativ hochwertigen Arabica-Bohnen ist.

Arabica aus Sambia, roh
Arabica aus Sambia, roh

Perlbohnen aus dem Hochland

Kaffee kam Anfang des 20. Jahrhunderts aus Kenia und Tansania nach Sambia. Angebaut werden in erster Linie Arabicas. Eine Besonderheit sind die Perlbohnen, die hier erhältlich sind. Sie unterscheiden sich von normalen Kaffeebohnen in ihrer äußeren Form: In einer Kaffeekirsche befinden sich üblicherweise zwei Bohnen mit der flachen Seite einander zugewandt. Perlbohnen jedoch wachsen allein in einer Kaffeekirsche, weshalb sie eine runde Form annehmen. Auf den Geschmack des Kaffees hat dies jedoch keinen Einfluss. Kaffee aus Sambia zeichnet sich durch ein sehr volles Aroma aus. Sein Anteil am Weltmarkt ist jedoch wegen der geringen Erntemengen verschwindend gering.

Geschmack

Sehr aromatisch mit lang anhaltendem Nachgeschmack – so beschreiben ihn Kenner. Kaffee aus Sambia ist typisch ostafrikanisch: Er verfügt über einen nicht so kräftigen Körper, ist dabei aber würzig und intensiv. Floral betonte Aromen und eine schöne, runde, nachhaltige Säure machen ihn zu einem Genuss für Kaffee-Liebhaber.

geröstete Arabicas aus Sambia
geröstete Arabicas aus Sambia

Kaffee aus Sambia in Stichworten:

Kaffeetyp: Arabica
Hauptblüte: Oktober bis November
Haupterntezeit: April bis September
Verschiffung: Juni bis März
Häfen: Durban, Beira

Erntevolumen 2007/2008: 80.000 Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer:
Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten und Siebgröße.

Ernteprozess: gepflückt wird von Hand.
Aufbereitung: Nassaufbereitung
Trocknung: sonnengetrocknet
Sortierung: von Hand

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