Afrika: Uganda
Kaffee erzielt mehr als die Hälfte der Exporterlöse

- Uganda
Bewegte Geschichte
Wiege der Menschheit, Königreich, Kolonie, Protektorat, Diktatur, Republik - Uganda hat eine lange, wechselvolle und teilweise düstere Historie vorzuweisen. Nach langen Jahren des Bürgerkriegs und des diktatorischen Terrorregimes hat sich die Situation jedoch in den letzten beiden Jahrzehnten etwas beruhigt und Uganda in eine entspanntere Lage gebraucht.
In dieser Zeit konnte auch die ugandische Wirtschaft sich langsam erholen und zu neuer Stärke finden: Heutzutage wächst sie jährlich um ca. 5%. Den Hauptteil der Wirtschaft nimmt die Landwirtschaft ein, bei der der Kaffee über 50% der Exporterlöse ausmacht.
Momentan noch erhältlich: Robusta-Kaffee aus Uganda
Doch gibt es eine Bedrohung, die über den ugandischen Einwohnern schwebt: Experten gehen davon aus, dass durch den Klimawandel schon in wenigen Jahren keine Kaffeeproduktion in Uganda mehr möglich sein könnte.
Insbesondere für Anhänger von Robusta-Kaffee ist dies eine unerfreuliche Nachricht, schließlich gehört Uganda zu den wichtigsten Robusta-Produzenten weltweit. Nur etwa 10 Prozent des gesamten Anbaus fallen auf Arabica-Sorten.
Die Geographie Ugandas bietet für beide Arten gute Anbaugebiete: Arabica wird auf Höhen ab 1.300 bis 2.300 Meter angepflanzt, Robusta hingegen in etwas tiefer gelegenen Gebieten zwischen 900 bis 1.500 Metern. Auch das Klima wirkt sich positiv auf die Landwirtschaft aus, denn generell herrscht zwar ein heißes tropisches Klima vor, doch wird dieses durch die Höhenlage Ugandas stark abgemildert, so dass es keine Extremtemperaturen gibt.
Stark, intensiv und mit Fruchtnote: der Kaffee Ugandas
Der ugandische Kaffee ist im Vergleich zu seinen afrikanischen Nachbarländern stärker und intensiver, bietet Kaffeefreunden jedoch natürlich die für afrikanische Kaffees typische frische Fruchtnote. Insbesondere für den ugandischen Robusta-Kaffee ist zudem zu vermerken, dass er einen sehr würzigen Geschmack und ein volles Aroma mit einer nur leichten Säure verbindet. Damit erhält man einen geschmacklich ausgeprägten Kaffee mit einer hohen Bekömmlichkeit.
Zusätzlich vereinfachen die ugandischen Außenbedingungen, das Klima, eine große Niederschlagsmenge und eine relativ geringe Anzahl von Schädlingen eine möglichst natürliche Kaffeeproduktion.
Kaffee aus Uganda in Stichworten
Kaffeetyp: Robusta und (wenig) Arabica
Hauptblüte: Januar bis Dezember
Haupternte: Januar bis Dezember
Verschiffung: von November bis September
Häfen: Mombasa, Dar-Es-Salam
Erntevolumen 2009/2010: 2,75 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer: Spanien, Sudan, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Slowenien, Schweiz, Niederlande
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, Regionen, Siebgröße und Geschmack.
Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand
Aufbereitung: Trockenaufbereitung und Nassaufbereitung
Fermentation: 12-36 Stunden
Trocknung: hauptsächlich sonnengetrocknet
Sortierung: mechanisch und elektronisch
















