Die French Press Kanne

Beliebte Methode mit vielen Namen

Die Kaffeezubereitung mit der French Press ist seit jeher eine der beliebtesten. Kein Wunder – die Funktionsweise ist simpel und teures Equipment wird nicht benötigt. Selbst Papierfilter braucht man hier keine – in der Glaskanne befindet sich ein Stempel mit Metallsieb am Ende, der den Kaffeesatz vom fertigen Kaffee trennt. Für die French Press sind eine Vielzahl von Bezeichnungen gebräuchlich: Pressstempelkanne, Melior, Cafetière, Bodum Kanne (nach dem bekanntesten Hersteller), Kaffeedrücker, Drücker-, Siebstempel- oder Chambordkanne.

Bodum_2Bodum_1Die Zubereitung: schnell und einfach

Es empfiehlt sich, bei der Kaffeezubereitung mit der French Press einen gröberen Mahlgrad als bei Filterkaffee zu wählen. Beginnen Sie am besten mit einem Verhältnis von 30 g Kaffee auf 500 ml heißes, jedoch nicht mehr kochendes Wasser.

Das Pulver in die Kanne geben und mit etwas heißem Wasser verrühren. Achtung: verwenden Sie bei Glaskannen keinen Löffel aus Metall, da es sonst zu Kratzern kommen kann. Jetzt das übrige Wasser in die Kanne gießen. Je nach Menge und Mahlung braucht der Kaffee etwa drei bis sechs Minuten, um sein Aroma voll zu entfalten.

Nun versuchen, ob sich der Stempel bereits herunterdrücken lässt. Der Widerstand sollte lediglich gering sein. Ist dies noch nicht der Fall, nach einer Minute erneut versuchen. Wenn der Stempel gedrückt ist, wird der Satz am Boden der Kanne gehalten und der fertige Kaffee kann eingeschenkt werden. 

Wie schmeckt der Kaffee? Vor- und Nachteile der French Press

Mit der Pressstempelkanne lässt sich Kaffee sehr genau an die eigenen Wünsche anpassen. Das Verhältnis von Wasser und Kaffeepulver kann, ebenso wie die Brühdauer, individuell bestimmt werden. Anders als ein Papierfilter filtert das Metallsieb in den Kaffeebohnen enthaltenes Öl nicht heraus. So verfügt der Kaffee aus der Pressstempelkanne über einen angenehmen, vollen Körper und eine leichte Crema.

Auch die einfache Reinigung der Kanne ist ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen Methoden. Sie benötigt keinen Strom und der Nachkauf von Filtertüten entfällt. Ein Nachteil kann sein, dass Kaffee aus der Presskanne nicht so klar ist wie Filterkaffee und noch Kaffeepartikel enthalten kann.

Die Erfindung der French Press: Frankreich, Italien, Dänemark

Patentiert wurde die Drückerkanne im Jahr 1929 vom italienischen Designer Attilio Calimani. Erfunden haben soll sie jedoch ein Franzose. Dieser kochte nicht, wie zu seinen Lebzeiten um 1800, normal, Kaffeepulver und Wasser gemeinsam auf, sondern goss das heiße Wasser über den Kaffee und filterte das Ganze mit Hilfe eines Siebs. Das erste im Handel erhältliche Modell der French Press wurde 1974 vom dänischen Unternehmen Bodum entwickelt.