Kaffee aus Ecuador

Kaffee-Vielfalt aus dem Land der Abwechslung

Kaffeeanbau in Ecuador
Ecuador

Blumen und Bananen

Ecuador ist ein vom Äquator durchquertes Land im Nordwesten von Südamerika und gehört zu den abwechslungsreichsten Ländern der Erde. Schon der Naturforscher Alexander von Humboldt beschrieb Ecuador als Land, dessen einzige Konstante die Vielfalt sei. Dadurch bedingt, bestehen in Ecuador große Differenzen in Temperatur und Niederschlagsmengen, die sich über Höhenunterschiede von 0 bis fast 6.000 Meter erstrecken.



Die Wirtschaft Ecuadors ist neben dem Hauptexport Erdöl bekannt für besondere landwirtschaftliche Produkte: Bananen, Blumen, Kakao und Kaffee. Während Bananen und (Schnitt-)Blumen in riesigen Mengen angebaut werden - bei beiden Produkten gehört Ecuador zu den weltweit größten Exporteuren - ist die Kaffeeproduktion eine vergleichsweise junge Tradition des Landes.



Inka-Ruine Ingapirca
Inka-Ruine Ingapirca

Geschmacksvielfalt mit feinsten Nuancen: der Kaffee Ecuadors

So vielfältig wie das Land ist auch die Geschmacksvielfalt des Kaffees aus Ecuador: Die Bohnen haben generell eher wenig Körper und zeichnen sich durch einen mittleren Säuregehalt aus.

Der früh geerntete ecuadorianische Kaffee kann dadurch ein intensives Aroma mit einem recht milden, ausgeglichenem Geschmack aufweisen, der durch eine feine bittere Note besticht. Spätere Pflückungen weisen hingegen einen schärferen Geschmack auf, der feine saure und holzige Noten beinhaltet.

Einige besondere Arabica-Sorten, u.a. auch diejenigen aus dem berühmten ,Tal der Hundertjährigen‘, werden von Kaffee-Kennern wiederum für ihre besondere Verträglichkeit geschätzt, der sich aus dem milden Geschmack mit einer feinen Schokoladennote ergibt.

Arabica und Robusta

In Ecuador werden sowohl Robusta- als auch Arabica-Pflanzen angebaut, das Land ist damit eine 
der wenigen Ausnahmen in Südamerika. Die ersten Arabica-Sorten wurden erst in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts angepflanzt. Eine Besonderheit des ecuadorianischen Kaffees stellen auch die Anbaugebiete dar: In Ecuador werden im Gegensatz zu den anderen südamerikanischen Staaten besonders viele tieferliegende, küstennahe Gebiete für den Kaffeeanbau mit Robustas bewirtschaftet. Andererseits gehören einige der auf Arabica spezialisierten Plantagen an den Hängen der Anden zu den höchsten Anbaugebieten überhaupt.

Kaffee aus Ecuador in Stichworten

Kaffeetyp: Robusta und Arabica

Hauptblüte: Oktober bis Dezember
Haupternte
: Juni bis Oktober
Verschiffung: Juli bis Mai
Häfen: Guayaquil, Manta, Bahia de Caraquez

Erntevolumen
2007/2008: 0,7 Mio. Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer: USA, Europa, Japan, Polen, Spanien, Niederlande

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach nach Defekten.

Ernteprozess: Gepflückt wird hauptsächlich von Hand.
Aufbereitung: Nassaufbereitung und Trockenaufbereitung
Fermentation: zwischen 12 und 16 Stunden
Trocknung:  meist sonnengetrocknet
Sortierung: mechanisch und elektronisch, dazu von Hand

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