Kolumbien

Einer der wichtigsten Kaffeeproduzenten der Welt

Lebensgrundlage vieler Menschen

KAZ-Illu_Kolumbien_RZ Kolumbien ist einer der größten Kaffeeproduzenten sowie der größte Erzeuger von Arabica weltweit. Die Legende besagt, dass die Pflanzen im Jahr 1723 mit den Jesuiten ins Land kamen. Im größeren Stil angebaut wurde der Kaffee dann gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Insgesamt leben in Kolumbien etwa zwei Millionen Menschen vom Kaffeeanbau.

Bohnen aus dem 'Kaffeedreieck'

kolumbien-coffee_farmer Die Bohnen aus der Republik Kolumbien werden auf der ganzen Welt für ihre Qualität geschätzt. Anbauregionen sind die Departements Quindio, Caldas und Risaralda, die auch als 'Kaffeedreieck' bezeichnet werden. Rund 66 % der Coffeasträucher werden auf modernen Farmen kultiviert. Der übrige Teil des Kaffees wächst auf kleinen, familienbetrieben Plantagen. Insgesamt verbleiben etwa 20 % der Ernte im Land selbst. Kolumbianischer Kaffee ist einer der wenigen, die auch sortenrein angeboten werden.

Vielfältig im Geschmack

Kaffee aus Kolumbien verfügt über eine angenehme Fülle und eine gute Balance von Süße und Säure. Die Noten reichen von Nuss und Schokolade bis hin zu Blume und Frucht. Zum Teil scheint der Kaffee fast eine tropische Note zu besitzen. Die verschiedenen Anbauregionen sind geschmacklich gut voneinander zu unterscheiden. Die besten Bohnen Kolumbiens kommen aus der Region Medellín. Sie überzeugen mit viel Körper und Aroma sowie einer harmonischen Säurestruktur.

In Kolumbien wird der Kaffee in drei verschiedene Qualitätsstufen eingeordnet. Die gängigen Qualitäten sind Supremo (sehr große Bohnen) und  Excelso (samtig, betonte Säure). Bei UGQ ('Usual Good Quality') handelt es sich um eher durchschnittliche Qualität.

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Kaffee kompakt – Kolumbien

Kaffeetyp: Arabica

Hauptblüte: Januar bis Mai
Nachblüte: Juli bis September
Haupternte: September bis Dezember
Nachernte: April bis Juni
Verschiffung: ganzjährig
Häfen: Buenaventura, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla

Erntevolumen 2015/2016: 13,5 Mio. Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer:
USA, Deutschland, Japan, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, der Anbauregion und nach Siebgröße. Defekte ersten Grades (beziehen sich auf die Tassencharakteristik): Schwarz, muffig, sauer. Defekte zweiten Grades (beziehen sich auf das Erscheinungsbild): Verfärbungen, Beschädigungen, Schädlingsbefall, Verformungen, nicht ausreichender Reifegrad.

Ernteprozess: gepflückt wird von Hand, das Waschen erfolgt dagegen maschinell
Fermentation: 30 Stunden
Trocknung: sonnengetrocknet oder Trocknung unter Glasdächern
Sortierung: elektronisch