Südamerika: Kolumbien
Perfekte Bedingungen für optimales Aroma

- Kolumbien
Historie des Kaffeeanbaus in Kolumbien
Bis vor wenigen Jahren war Kolumbien im weltweiten Vergleich der zweitgrößte Kaffee-Erzeuger - gleich nach Brasilien. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte des Kaffeeanbaus in der südamerikanischen Republik durch einen Geistlichen, der 1808 die ersten Kaffeepflanzen von den französischen Antillen über Venezuela ins Land brachte. Von diesem Moment an hatte der Kaffeeanbau in Kolumbien Tradition. Aktuell (2010) liegt der Andenstaat im internationalen Ranking der größten Kaffeeerzeuger auf Platz drei. Von seinem früheren Spitzenplatz wurde das Land von Vietnam verdrängt.
Was jedoch geblieben ist: Kolumbianischer Kaffee besticht durch seine hervorragende Qualität, er gilt als einer der besten der Welt. Er gehört zu den wenigen sortenreinen Kaffees, die international verkauft und vermarktet werden. Die Anbaugebiete liegen im Herzen Kolumbiens, dem so genannten Kaffeedreieck, bestehend aus den Departements Risaralda, Quindio und Caldas. Kolumbien ist der größte Erzeuger von Arabica-Bohnen weltweit. 66 Prozent der kolumbianischen Kaffeesträucher wachsen auf modernen Plantagen, der Rest wird nach wie vor in traditionellen Kleinst- und Familienbetrieben produziert.
Kolumbianischer Hochlandkaffee - Ein Genuss für jeden Kaffee-Freund
Ein reiches, rundes Aroma, eine gute Fülle und Spuren von leicht süßlichen Nussaromen: Das sind die Eigenschaften, die den hochwertigen, kolumbianischen Arabica-Kaffee auszeichnen. Der feinste Kaffee stammt aus der Region Medellín. Er verspricht einen kraftvollen Körper, ein volles Aroma und einen ausgewogenen Säuregehalt. Beim Verkauf und der Vermarktung erzielt der aus dieser Region stammende Kaffee Höchstpreise.
Der in Kolumbien produzierte Kaffee wird in drei unterschiedliche Kaffeequalitäten unterteilt: Der großbohnige Supremo und der weiche, säurebetonte Excelso sind gängige Qualitäten, die in zahlreichen Kaffeegeschäften geführt werden. Bei der dritten Qualität handelt es sich um die Durchschnittsqualität UGQ, was für "Usual Good Quality" steht.
Kaffee aus Kolumbien in Stichworten
Kaffeetyp: Arabica
Hauptblüte: Januar bis Mai
Nachblüte: Juli bis September
Haupternte: September bis Dezember
Nachernte: April bis Juni
Verschiffung: ganzjährig
Häfen: Buenaventura, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla
Erntevolumen 2009/2010: 12,5 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer: USA, Deutschland, Japan, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, der Anbauregion und nach Siebgröße. Defekte ersten Grades (beziehen sich auf die Tassencharakteristik): Schwarz, muffig, sauer. Defekte zweiten Grades (beziehen sich auf das Erscheinungsbild): Verfärbungen, Beschädigungen, Schädlingsbefall, Verformungen, nicht ausreichender Reifegrad
Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand, das Waschen erfolgt dagegen maschinell.
Fermentation: 30 Stunden
Trocknung: Sonnengetrocknet oder unter Glas
Sortierung: automatisch

















