Mittelamerika: Guatemala
Kaffeebohnen aus dem Land der Bäume

- Guatemala
Bewegte Vergangenheit
Guatemala ist schon dem Namen nach ein Land der Natur. Zwar ist die Namensherkunft nicht eindeutig geklärt, doch zeigen alle Deutungen die Verbundenheit Guatemalas mit seiner Landschaft auf: Die häufigste vermutete Grundlage ist das altindianische Wort Cuauhtemallan, was soviel wie „Land der Bäume“ bedeutet.
Aufgrund seiner historisch wie politisch sehr bewegten Vergangenheit ist es bei Guatemala eher schwierig, von einer durchgehenden Kultur oder Tradition zu sprechen. Doch trotz der teilweise flächendeckenden Zerstörung von Landstrichen während des Bürgerkrieges sind viele Anbaugebiete erhalten geblieben, so dass die Landwirtschaft nach wie vor neben Tourismus und Textilindustrie zu den Eckpfeilern der Wirtschaft Guatemalas zählt.
Innerhalb der Agrarwirtschaft ist die Kaffeeproduktion der bestimmende Zweig, der schon in der Vergangenheit dem Land einen großen Wohlstand bescherte und vor den politischen Unruhen als einer der besten Kaffees weltweit galt. In der Gegenwart profitiert der Kaffee von der stabileren Situation Guatemalas und schickt sich an, diesen Ruf wieder zu gewinnen.
Ausgewogen, mondän und mit rauchiger Note: Kaffee aus Guatemala
In den Hochgebieten in Guatemala werden hauptsächlich Arabica-Bohnen angepflanzt, zu einem kleinen Teil jedoch auch Robusta-Sorten. Nach wie vor aktive Vulkane reichern den ohnehin schon nährstoffreichen Boden weiter an. Diesem Umstand verdankt der guatemaltekische Kaffee ein unvergleichliches Aroma: Ausgewogen im Geschmack, überzeugt er mit mondäner Fülle und vollem Körper bei sehr feiner Säure.
Das anmutig-würzige Aroma des Kaffees erhält durch eine leicht rauchige Note eine unverwechselbare Veredelung und ist das Markenzeichen des Kaffees aus Guatemala. Damit schafft er auch das Kunststück stark und herzhaft zu schmecken und gleichzeitig ein eher milder Kaffee zu sein.
Kaffee aus Guatemala in Stichworten
Kaffeetyp: hauptsächlich Arabica, kleine Mengen Robusta
Hauptblüte: Januar bis März
Haupternte: August bis April
Verschiffung: November bis Juni
Häfen: Santo Tomas de Castilla, Acajutla
Erntevolumen 2009/2010: 3,8 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer:
USA , Deutschland, Japan, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Schweden, Kanada, Niederlande
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, Regionen, Anbauhöhe und Siebgröße.
Ernteprozess: Gepflückt wird hauptsächlich von Hand.
Aufbereitung: Nassaufbereitung
Fermentation: bis zu 36 Stunden
Trocknung: meist sonnengetrocknet
Sortierung: von Hand und elektronisch

















