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Costa Rica

Das Anbauland mit den vielen Gesichtern

Kaffeeanbau in Costa-Rica

Ein wichtiger Wirtschaftszweig

Die Landwirtschaft stellt in Costa Rica einen der wichtigsten Wirtschaftszweige dar. Kaffee ist hier – neben Bananen – das bedeutendste Produkt. Er bahnte sich im 18. Jahrhundert seinen Weg von der Karibik nach Costa Rica. Das zentralamerikanische Land kann so bereits auf eine lange Kaffeekultur zurückblicken.

Abwechslungsreiches Klima, fruchtbare Böden

Die geographischen Gegebenheiten machen Costa Rica zu einem Anbauland, welches besonders abwechslungsreichen Kaffee hervorbringt. Starke Temperaturunterschiede, Schwemmlandebenen an der Küste, Vulkane und bergische Gebiete im Landesinneren sorgen für ein vielfältiges Klima, in dem die Kaffeebohnen völlig unterschiedliche Noten ausbilden können.

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Zudem verfügt Costa Rica über sehr fruchtbare Böden, da die Vulkanasche für einen optimalen Säuregrad der Erde sorgt. Die hohe Dichte von organische Stoffen trägt ebenfalls dazu bei, dass die empfindlichen Pflanzen hier bestens gedeihen können.

Nur Anbau von Arabica

Der Anbau von Robusta ist in Costa Rica gesetzlich untersagt, um wichtige Arabica-Arten, wie zum Beispiel Caturra, Typica und Villa, vor dem Aussterben zu bewahren. Zudem hat die Regierung Umweltrichtlinien festgelegt, die die Natur schützen und so die Zukunft des Kaffeesektor sichern sollen.

Besonderes Klima, besondere Bohnen

Durch die spezielle geographische Lage weisen die Bohnen aus Costa Rica ganz besondere Nuancen auf. In den kühleren, bergigen Gebieten gedeihen die Pflanzen langsamer und bilden so ein dezentes, würziges Aroma aus. Insgesamt ist der Kaffee aus Costa Rica sehr mild und bekömmlich. Besonders hervorzuheben sind seine komplexe Struktur und der angenehm süße Nachgeschmack.

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Kaffee kompakt – Costa Rica

Kaffeetyp: Arabica (der Anbau von Robusta ist gesetzlich verboten)

Hauptblüte: April bis Juni
Haupternte: Oktober bis Februar
Verschiffung: März bis September
Häfen: Puerto Limon (75 %), Puerto Caldera (25 %)

Erntevolumen 2018/2019: 1,42 Mio. Säcke (à 60 kg)

Anteil an der weltweiten Rohkaffeeproduktion 2018/2019: 0,8 %

Hauptabnehmer:
1. USA (50 %)
2. Belgien
3. Schweiz, Finnland, Frankreich, Italien, Deutschland

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, Region und Dichte.

Ernteprozess: gepflückt wird von Hand
Aufbereitung: Nassaufbereitung und halbtrockene Aufbereitung
Fermentation: zwischen 2 und 15 Stunden, abhängig von der Höhenlage
Trocknung: in der Sonne (patio drying) oder in Trommeln
Sortierung: Wassersortierung, mechanisch, elektronisch und von Hand