Mittelamerika: Nicaragua

Aktuell wieder sehr gefragt: Kaffee aus Nicaragua

Kaffeeanbau in Nicaragua
Nicaragua

Das Land der 1000 Vulkane

Wie Honduras und El Salvador erholt sich Nicaragua langsam von dem verheerenden Bürgerkrieg, der in den 1980er Jahren in dem zentralamerikanischen Staat wütete. Allerdings hat es die Präsidialrepublik dabei  nicht leicht, werden die erreichten Fortschritte doch häufig von Naturkatastrophen wie z.B. dem Hurrikan Mitch wieder zunichte gemacht. Nichtsdestotrotz hat das größte Land in Zentralamerika landschaftlich einiges zu bieten. Zum Beispiel liegt der größte Süßwassersee Mittelamerikas hier, der Lago de Nicaragua. Parallel zur Pazifikküste wird Nicaragua zudem von einer Kette aktiver Vulkane durchzogen, was ihm den Beinamen Land der tausend Vulkane eingebracht hat.

Landesflagge Nicaragua
Landesflagge

Kaffeeanbau ist Familiensache

Der Kaffeeanbau in Nicaragua nimmt aktuell wieder zu. Nachdem es dem Land während des Bürgerkrieges nicht erlaubt war, in die USA zu exportieren, gehört diese heute wieder zu den wichtigsten Exportländern. Nicaragua produziert hautsächlich Arabicas mit durchschnittlichem, solidem Geschmack. Die besseren Sorten mit guter Säure und feinem Duft wachsen in Matagalpa, Jinotega und Nuevo Segovia. Die meisten Arabicas gedeihen hier in einer Höhe von etwa 1.200 Metern auf kleinen Plantagen, die größtenteils von Familien bewirtschaftet werden. Da sich die Kleinbauern weder landwirtschaftliche Maschinen noch künstliche Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel leisten können, stammt der Großteil des Kaffees aus ökologischem Anbau und wird Dank der UCPCO (Unión Cooperativa Productores de Café Orgánico) fair gehandelt. Die UCPCO unterstützt die Kleinbauern in ihrem Bemühen, sich ihre Unabhängigkeit und Existenz zu sichern. Darüber hinaus berät sie ihre Mitglieder im kontrolliert ökologischen Kaffeeanbau.

Klassischer Geschmack

Die besten nicaraguanischen Kaffees entsprechen der typischen Vorstellung einer guten Tasse Kaffee: Sie zeichnen sich durch einen vollen Körper und einen ausgewogenen, aromatischen Geschmack aus. Nunaciert mit schokoladiger Fülle und wenig Säure. Für Kaffeegenießer, die eine abwechslungsreiche Tasse Kaffee schätzen, genau die richtige Wahl.

Kaffee aus Nicaragua in Stichworten

Kaffeetyp: Arabica

Hauptblüte: Mai bis Juni
Haupternte: Oktober bis Dezember
Verschiffung: Dezember bis September
Häfen: Puerto Cortés, Corinto

Erntevolumen 2008/2009:  1,2 Mio. Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer:
Deutschland, Belgien, USA, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Großbritannien und die Niederlande.

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Anbauhöhe, Defekten und Regionen.

Ernteprozess: gepflückt wird von Hand
Aufbereitung: Nassaufbereitung
Trocknung: sonnengetrocknet, manchmal auch in speziellen Trocknungsvorrichtungen

Rohkaffee Nicaragua SHG
Rohkaffee Nicaragua SHG
Nicaragua SHG geröset
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