Afrika: Madaskar

Robustas aus Madagaskar zählen zu den Spitzenkaffees

Kaffeeanbau in Madagaskar
Madagaskar

Der sechste Kontinent

Mit rund 20 Millionen Einwohnern ist die ehemals französische Kolonie nach Indonesien der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt. Ein Großteil der Fläche entfällt auf die gleichnamige Insel, die für sich allein betrachtet die viertgrößte der Erde ist. Gelegentlich wird sie auch als der „sechste Kontinent“ bezeichnet, eine Folge der erdgeschichtlich recht frühen Abtrennung vom Festland. Die dadurch bedingte recht eigenständige evolutionäre Entwicklung hat eine einzigartige Natur hervor gebracht. Beispiele dafür sind die Lemuren oder weniger bekannte Raubtiere wie Fossa oder Falanuk.

Die 2 Prozent Insel

In Madagaskar wird größtenteils Robusta angebaut. Die ersten Kaffeepflanzen gelangten durch die französischen Kolonialherren nach Madagaskar,die sie auf ihren eigenen Plantagen kultivierten. Die Anbaugebiete befinden sich entlang der Ostküste im Hinterland von Mananjary, Tamatave und Antalaha bis hinauf nach Nosy Be und im Sambiranogebiet im Nordwesten. Die erzeugten Robusta-Kaffees lassen Kennerherzen höher schlagen, zählen sie doch zu den hochwertigen Spitzenkaffees. Auch der Anbau von Arabica-Bohnen soll künftig ausgebaut werden, so dass sich der Inselstaat künftig zu einem Erzeuger ebenso hochwertiger Arabica-Kaffees entwickeln könnte. Noch ist Madagaskar aber ein eher kleiner Kaffeeerzeuger mit rund 2% Anteil an der Welternte. Nichtsdestotrotz gehört Kaffee zu den wichtigsten Exportgütern des Landes.

Ausgewogen und harmonisch: madagassischer Kaffee

Robusta Kaffee aus Madagaskar ist für seine ausgesprochen gute Qualität bekannt. Madagassischer Kaffee ist geschmacklich ausgewogen, sehr harmonisch und damit besonders gut für Kaffeemischungen geeignet. Er verfügt über eine ausgeprägte Säure und einen leichten Körper.

Kaffee aus Madagaskar in Stichworten

Kaffeetyp: Robusta und Arabica

Hauptblüte: November bis Februar
Haupterntezeit: Mai bis Oktober
Verschiffung: September bis April
Häfen: Tamatave, Nosy Be, Diego Suarez, Antalaha, Manakara, Manajary

Erntevolumen 2006/2007: 420.000 Säcke (à 60 kg)

Hauptabnehmer:
Frankreich, Deutschland, Italien, Algerien, Belgien, Europa

Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten und Siebgröße.

Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand.
Aufbereitung: Trockenaufbereitung
Fermentation: keine
Trocknung: sonnengetrocknet
Sortierung: mechanisch und von Hand

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